Warum Sicherheits- und Brandschutzerziehung?

Erfahrungsprozesse während der Kindheit haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Kinder sammeln in der heutigen Zeit immer seltener elementare und direkte Erfahrungen in Zusammenhang mit Naturphänomen wie Feuer, Wasser, Luft. Sie erleben diese Dinge verstärkt aus zweiter Hand und erfahren Natur zum Beispiel über das Fernsehen, den Computer oder mit Hilfe gedruckter Texte.

Die natürliche Neugier und den Entdeckerdrang der Kinder nutzen, sie ernst zu nehmen, ihnen verantwortliches Handeln im Umgang mit Feuer zuzutrauen und das richtige Verhalten bei Notfällen zu vermitteln, trägt zur Verhütung von
Verletzungen und Schäden bei. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Schule und Elternhaus ist dabei äußerst sinnvoll. Auch Elternabende haben einen hohen Stellenwert.

Diesen Veränderungen haben sich die Schulen bundesweit angepasst. Eines der Ziele ist es, Kinder handelnd und über ihr Tun nachdenkend lernen zu lassen. Anregungen werden von außen “in die Schule hineingeholt”, die Schülerinnen und Schüler gehen aus der Schule “heraus”, um die künstliche Abgeschiedenheit der Schulwirklichkeit zu überwinden.
Dies gilt auch für die Sicherheits- und Brandschutzerziehung.
Wir versetzen die Schülerinnen und Schüler in die Lage, sich in verschiedenen Notfallsituationen sachgerecht zu verhalten.

Die frühzeitige und kindgerechte Sicherheits- und Brandschutzerziehung kann lebensrettend sein. Das hat die Feuerwehr schon vor mehr als 25 Jahren erkannt. Wir machen uns stark für eine vorbildliche und wirkungsvolle Präventionsarbeit in Kindergärten und Schulen. Seit 1996 ist die Brandschutzerziehung in Schleswig-Holstein im Brandschutzgesetz verankert.

Wir sensibilisieren Jahr für Jahr fast 30.000 Kinder und Jugendliche durch unsere Aufklärungsarbeit. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler fürs Leben. Wir besuchen sie in den Schulen, um ihnen zu erklären, wie man Gefahren bei Feuer und Rauch vermeidet und im Notfall hilft. Durch unsere ehrenamtliche Arbeit konnten schon viele gefährliche Situationen und so mancher Brand verhindert werden.

© Textquelle & PDF: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein

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